Die QueerOfficers verstehen sich als Sparringpartner der Armeeführung und der Verwaltung im Thema Diversity Management. Wir sind bereit, gemeinsam mit der Armee ein angemessenes Diversity Management aufzubauen und zu unterstützen. Wo nötig, bringen wir die Themen der Vielfalt und des Schutzes vor Diskriminierung in die Diskussion ein und machen auf Missstände aufmerksam.
Wir vertrauen auf die Menschen und Institutionen innerhalb der Armee und geniessen auch deren Vertrauen. So treffen wir uns regelmässig mit dem Chef der Armee zum Gedankenaustausch. Auf dieser Stufe bringen wir konkrete Verbesserungsvorschläge ein und berichten über Vorkommnisse, die uns gemeldet wurden.

Diskriminierung

Das Dienstreglement der Armee (DRA 18) schützt die Unversehrtheit aller Angehörigen der Armee. Zu den Grundpflichten jedes Angehörigen der Armee gehört auch der Schutz vor Benachteiligung:

“Jeder Angehörige der Armee hat die Pflicht, die Menschenrechte und die Würde der Menschen in ihrer Vielfalt und ohne Diskriminierung zu achten. Niemand darf insbesondere wegen des Geschlechts, der ethnischen oder nationalen Zugehörigkeit, der Sprache, des Alters, der Religion, der sexuellen Orientierung, der politischen oder sonstigen Anschauung, der sozialen Herkunft, des Lebensstils oder einer Behinderung nachteilig behandelt werden.”

Die “sexuelle Orientierung” wurde in der neuesten Version des Dienstreglements vom 1. Januar 2018 erstmals in den Schutzkatalog aufgenommen. Dies ist eine direkte Folge des “Befehls des CdA für das Diversity Management in der Armee” und damit eine direkte Folge des Engagements der QueerOfficers. Darauf sind wir stolz.

Kultur der Offenheit und Vielfalt

Wir erleben in der Armee Kader und Kameraden, welche sich ihrer Verantwortung bewusst sind und ihr Möglichstes tun, um Diskriminierungen und Übergriffe zu verhindern oder zumindest zu ahnden, wenn sie geschehen sind.
Wie in der zivilen Gesellschaft ist der Schutz vor Ausgrenzung von “Andersartigen” aber trotzdem noch nötig. Vielerorts fehlt auch in der Armee das Bewusstsein, dass die Vielfalt der Ansichten und Ideen einen Mehrwert darstellt und daher gefördert und nicht bekämpft werden sollte. Die QueerOfficers sind der Ansicht, dass eine “Kultur der Offenheit und Vielfalt” auch in der Armee erstrebenswert ist, zurzeit aber noch nicht überall gelebt wird. Entsprechende Massnahmen in der Ausbildung aber auch in der täglichen Arbeit zu Verbesserung der Awareness sind notwendig.

Dieser Bereich wird momentan überarbeitet.